Katastrophenübung

Internationaler Einsatztest für Katastrophensuchhunde

in Hofheim am Taunus und dem Rhein- Main- Gebiet

 

Vom Donnerstag, den 02.11. - bis Sonntag, den 05.11.2006 fand der 4. Internationale Einsatztest der Internationalen Rettungshundeorganisation (IRO), für die Akkreditierung von Rettungshunde nach Vorgaben und Standards der Vereinten Nationen im internationalen Katastropheneinsatz, statt.

Angemeldet waren 36 Rettungshundeteams aus verschiedenen Nationen.

Die Ortsgruppe Hofheim, im Verein für Deutsche Schäferhunde, unterstützte die Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung.

Der Einsatztest war ein internationales Sichtungsverfahren im Rhein- Main- Gebiet, um die besten Rettungshundeteams aus den Nationen zu finden, die im Auftrag der IRO einen internationalen Beistand nach verheerenden Katastrophen, wie Erdbeben und dgl. im Staatenverbund der Vereinten Nationen leisten wollen.

Grundlagen sind die Richtlinien der Vereinten Nationen in Genf.

Es waren außergewöhnliche, internationale Hilfseinsätze der Staatengemeinschaften, die durch Problemstellungen Anlass zur Einführung des Such- und Rettungssystems (SAR) bei den Vereinten Nationen in Genf ergaben.

Das Einsatzsystem der Vereinten Nationen ermöglicht, internationale Hilfeleistungsorganisationen, wie die Internationale Rettungshundeorganisation (IRO), im internationale Hilfseinsatz der Staatengemeinschaften zu führen, um während bedeutender Katastrophen oder Notfällen eine organisierte, internationale Katastrophenabwehr zu ermöglichen.

Die Internationale Rettungshundeorganisation (IRO), mit Sitz in Salzburg, sorgt für die Koordination und Entwicklung von Einsatzgrundsätzen, versucht internationale Ressourcen bei den Mitgliedsorganisationen zu finden sowie diese herauszustellen und andere Arten von lebenserhaltenden Einsatzgrundsätzen der humanitären Hilfe.

Deutsche Mitgliedsorganisationen in der Internationalen Rettungshundeorganisation (IRO) sind:

  • Feuerwehr Wiesbaden – Rettungshundestaffel
  • Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V.
  • Bundesverband für Rettungshunde (BRH)
  • Arbeiter Samariterbund – Ortsverband Berlin
  • Rettungshundezug Thüringen
  • Immer wieder erschüttern Naturkatastrophen die ganze Welt und führen uns auf grausamste Art und Weise vor Augen, über welche Kräfte die Natur verfügt und wie hilflos der Mensch oft diese Naturgewalten ausgeliefert ist.

In den letzten Jahren haben Naturkatastrophen in dicht besiedelten Gebieten auf der gesamten Welt den Bedarf an hoch entwickelten Einsatzteams, zur Hilfeleistung für Menschen in lebensbedrohenden Zwangslagen, zugenommen.

Es ist naturwissenschaftlich bewiesen, dass die Anzahl der Naturkatastrophen und deren verheerenden Folgen für die Menschen in den betroffenen Gebieten in den letzten Jahren dramatisch gestiegen sind und die Häufigkeit nach den derzeitigen wissenschaftlichen Prognosen noch weiter in der Zukunft zunehmen wird.

Nach wie vor ist es leider so, dass die Wissenschaft und fortschrittliche Technologie noch keine verlässlichen Frühwarnsysteme haben, um verheerende Erdbeben oder sonstige Naturkatastrophen rechtzeitig und frühzeitig vorherzusagen

 

Tausende von Menschen auf dieser Welt setzen somit ihre Hoffnung auf gute
Rettungshunde.

 

Damit Rettungshundeteams in einen Katastropheneinsatz geschickt werden können, müssen sie gemäß den Richtlinien der IRO einen Einsatztest, der über mindestens 48 Stunden gehen muss, bestehen.

Dieser muss alle zwei Jahre wiederholt und erneut bestanden werden. Nur wer diesen Einsatztest besteht kann Katastropheneinsätze - ob in Deutschland oder auch International - bewältigen.

Während des Einsatztestes bei Tag und Nacht wurden die Teilnehmer (Trupp oder Gruppe) von einem internationalen Beurteilungs- und Bewertungsteam aus dem Brand- und Katastrophenschutz ständig überprüft. Hierzu waren Beurteiler aus Deutschland, Schweiz, Tschechien, Österreich und Slowenien anwesend.

Großer Wert wurde bei der Überprüfung auf Kondition von Führer und Hund gelegt sowie eine selbständige und sichere Anzeige des Hundes bei einer aufgefundenen Person. Aber auch außerhalb eines Suchauftrages mussten sich die Teilnehmer, ob mit oder ohne Suchhund, bewähren.

Für weitere Fragen steht Ihnen die Ortsgruppe Hofheim / Taunus gerne zur Verfügung.